AUKTIONSBESTIMMUNGEN

1. Auslegungsbestimmungen
1.1. Auktionshaus: die BÁV Aukciósház és Záloghitel ZRt. (BÁV Auktionhaus und Pfandhaus Aktiengesellschaft) (H -1027 Budapest, Csalogány u. 23–33.) als juristische Person, die sich geschäftsmäßig mit der Organisierung von Auktionen beschäftigt.
1.2. Auktionskäufer: Person oder Organisation, die persönlich oder durch ihren Vertreter mit einer registrierten Scheibe oder als abwesender Auktionskäufer nach Kapitel 8 dieser Auktionsbedingungen ein Kaufangebot bezüglich eines Auktionsloses abgeben will oder abgibt.
1.3. Käufer: Auktionskäufer, mit dem der Kaufvertrag abgeschlossen wird.
1.4. Zuschlagspreis: das Preis, der mit der Annahme des Kaufangebotes des Auktionskäufers, der für das jeweilige Los den höchsten Preis angeboten hat, durch den Auktionshaus und mit der Bestätigung durch Zuschlag entstanden ist, der jedoch nicht mit dem Gesamtkaufpreis, der in diesen Auktionsbedingungen bestimmt ist, identisch ist.
1.5. Gesamtkaufpreis: der Betrag des Zuschlagspreis, der um die im Punkt 6 dieserAuktionsbedingungen beschriebenen Lose erhöht ist.
2. Auktionslos
2.1. Auktionslos ist der Gegenstand oder die Gruppe von Gegenständen, die vom Auktionshaus für die Auktion geeignet empfunden wurden und bei der Auktion zur eigen-ständigen Lizitation freigegeben werden können. Das Auktionshaus gibt von den Auktionslosen einen Auktionskatalog („Katalog”) Losheraus, und die Auktionslose können auch in der Ausstellung vor der Auktion besichtigt werden. Der Katalog kann der Gegenstand eines selbständigen Kaufes sein, aber aus dessen Kauf ergibt sich für den Käufer des Katalogs weder Berechtigung noch Verpflichtung zur Teilnahme oder Lizitation bei der Auktion. Die Beschreibungen und Illustrationen im Katalog dienen ausschließlich zur Identifizierung. Die Beschreibung der Auktionslose im Katalog basiert sich auf der subjektiven Meinung von Gutachtern. Im Katalog wird man bei den Auktionslosen ausschließlich auf die Fehler und Mängel aufmerksam gemacht, die den Wert des jeweiligen Auktionsloses wesentlich verringern können.
2.2. Das Auktionshaus behält sich das Recht vor, die Auktion zu verschieben, das Verfahren der Auktionierung einzelner Auktionslose im Katalog zurückzuziehen bzw. die Ausrufpreise sowie Beschreibungen im Katalog zu modifizieren beziehungsweise die Reihenfolge der Lizitation zu modifizieren. In diesen Fällen können gegenüber dem Auktionshaus keine Schadenersatzansprüche oder sonstigen Ansprüche und Forderungen geltend gemacht werden.
3. Bedingungen der Teilnahme an der Auktion
3.1. An der Auktion kann man persönlich ausschließlich mit der – nach Namen und Anschrift registrierten – Lizitationsscheibe teilnehmen. Die Lizitationsscheibe kann ausschließlich der registrierten Person übergeben werden, deren Name, Anschrift und Telefonnumer und/oder E-Mail-Adresse erfasst wurden. Gleichzeitig zur Registrierung übernimmt der Auktionskäufer diese Auktionsbedingungen („Auktionsbedingungen”) am Ort der Auktion bzw. sie werden an Ort der Auktion ausgehängt. Die Lizitationsscheibe bzw. die Übernahme der Auktionsbedingungen stellen konkludentes Verhalten des Aktionskäufers bezüglich des Kennenlernens und der Anerkennung dieser Auktionsbedingungen auf sich bezogen als verbindlich dar.
4. Auktionsablauf
4.1. Der Ablauf der Auktion wird vom Auktionsleiter in Vertretung des Auktionshauses geleitet. Der Auktionsleiter ist berechtigt, während der Auktion in jeder Frage zu entscheiden, und gegen diese Entscheidung sind im Rahmen der Auktion keine Einwände und keine Einsprüche zulässig.
Der Auktionsleiter ist für die Ordnung der Auktion verantwortlich und darf alle nötigen Maßnahmen treffen und Anweisungen geben, um die Ordnung der Auktion aufrechtzuerhalten oder wieder herzustellen. Der Auktionsleiter kann die weitere Anwesenheit einer Person, die die Ordnung der Abwicklung der Auktion stört, verbieten. Los
4.2. Der Auktionsleiter stellt die Auktionslose (als Hauptregel in der im Katalog bestimmten Reihenfolge) kurz vor, verkündet den Ausrufpreis; die Auktionskäufer geben mit dem Vorzeigen der ganzen Seite der nummerierten Lizitationsscheibe in Richtung des Auktionsleiters ein Kaufangebot ab. Im Zweifelsfall kann der Auktionsleiter auch die mündliche Bestätigung des Grundes für die Bewegung der Scheibe verlangen. Wenn mehrere Kaufangebote nach dem Ausrufpreis eingehen, steigert der Auktionsleiter den Preis entsprechend der Lizitationsstufe, bis nur noch ein Lizitant bleibt und das höchste Kaufangebot bezüglich des Zuschlagspreises akzeptiert wird.
4.3. Das erste Kaufangebot muss mit dem Ausrufpreis des Auktionsloses übereinstimmen. Die weiteren Kaufangebote können nach den wie folgt detaillierten Lizitationsstufen gebildet werden:
Das letzte Gebot (Ft) Betrag der Steigerung (Ft)
von 1 000 bis 20 000 1 000
von 20 000 bis 50 000 2 000
von 50 000 bis 100 000 5 000
von 100 000 bis 200 000 10 000
von 200 000 bis 500 000 20 000
von 500 000 bis 1 000 000 50 000
von 1 000 000 bis 2 000 000 100 000
von 2 000 000 bis 5 000 000 200 000
von 5 000 000 bis 10 000 000 500 000
von 10 000 000 bis 20 000 000  1 000 000
von 20.000.000bis 50.000.000 2.000.000
von 50.000.000 bis 100.000.000 5.000.000
von 100.000.000 bis 200.000.000  10.000.000
von 200.000.000 bis 500.000.000 20.000.000
4.4. Wenn die Person des Käufers während oder nach der Auktion aus irgendeinem Grund nicht identifiziert werden kann oder zweifelhaft ist, kann die Auktion dieses Auktionsloses erneut gestartet werden.
4.5. Während der Auktion darf der Käufer das zugeschlagene Auktionslos nicht zurückgeben und dieses Los darf an der jeweiligen Auktion nicht mehr zur Auktion gebracht werden. Die Auktionskäufer können am Ende der Auktion die erneute Auktion der nicht zugeschlagenen Auktionslose verlangen. Falls der Käufer eines Auktionsloses während oder nach der Auktion nicht gefunden werden kann, sich nicht meldet, darf das Auktionslos wieder versteigert werden und in diesem Fall ist das Auktionshaus berechtigt, die Preisdifferenz vom ursprünglichen Kunden zu verlangen.
4.6. Es ist verboten, die Auktion, die Lizitation und den Zuschlagspreis auf betrügerische Weise zu beeinflussen oder die Auktionsbedingungen auszuspielen. Der Auktionsleiter kann die Auktionskäufer, die verbotenes Verhalten zeigen, aus der Auktion ausschließen. Falls der Auktionskäufer während der Auktion die Lizitationsscheibe einer anderen anwesenden Person übergibt und diese anwesende Person erfolgreiche/s Angebot/e macht, kann das Auktionshaus den Vertragsabschluss mit diesem erfolgreichen Angebotssteller verweigern und alle seine Schäden und Kosten gegenüber dem unbefugten Übergeber der Scheibe geltend machen.
4.7. Der Auktionskäufer, der beim vorigen Mal das höchste (zugeschlagene) Kaufangebot machte, aber die restlose und termingerechte Bezahlung der Angabe oder des gesamten Kaufpreises versäumte und/oder seine in den Auktionsbedingungen festgelegten sonstigen Pflichten verletzte, kann auch künftig aus der Auktion (aus den Auktionen) ausgeschlossen werden oder seine Teilnahme als Angebotssteller an der Auktion mit der Gewährung einer finanziellen Sicherheit verbunden werden. Dieselbe Bestimmung gilt auch für den Vertreter des Auktionskäufers und für den von ihm vertretenen Auktionskäufer; in diesem Fall ist das Auktionshaus nicht verpflichtet zu prüfen, ob das Versäumnis wegen des Verschuldens des Vertreters oder der vertretenen Person erfolgte.
4.8. Die Auktion und die Gestaltung des Kaufpreises erfolgt in HUF, gleichzeitig gibt das Auktionshaus den im Katalog angegebenen Ausrufpreis – nur zur Information – auch in Euro an. Auch besteht die Möglichkeit den Kaufpreis in Euro zum Wechselkurs, der am Tag der Auktion gültig is, zu begleichen.
5. Zustandekommen des Kaufvertrages
5.1. Der Kaufvertrag kommt – mit den Ergänzungen gem. Ziff. 5.2 und 5.3 – zwischen dem Auktionskäufer, der das höchste das Kaufangebot abgibt, und dem Auktionshaus mit dem Zuschlag zustande, welche Tatsache von den Vertragspartnern mit der Ausstellung des „Zuschlagsbeleges“ bestätigt wird. Der Käufer erwirbt das Eigentumsrecht des Auktionsloses, wenn er den Kaufpreis restlos bezahlte und das Auktionslos vom Auktionshaus übernahm.
5.2. Gemäß § 51 Absatz (1) des Gesetzes LXIV/2001 über den Schutz des kulturellen Erbes darf das Eigentumsrecht der für geschützt erklärten Kulturgüter (das im Katalog mit der Bezeichnung “geschützt” angeführten Auktionslos) nur aufgrund eines schriftlichen Vertrages übertragen werden. Der schriftliche Vertrag wird immerhalb von 15 Tagen nach der Auktion abgeschlossen.
5.3. Der Eigentümer ist verpflichtet, die Änderungen der Angaben – im Beschluss, der die Kulturgüter für geschützt erklärt – im Zusammenhang mit den für geschützt erklärten Kulturgüter – (Name und Anschrift des Eigentümers; Aufbewahrungsort des für geschützt erklärten Gegenstandes) unverzüglich, aber spätestens innerhalb von 8 Tagen beim Amt für Schutz des Kulturerbes anzumelden. Bei der Übertragung der für geschützt erklärten Kulturgüter im Handel – so besonders bei Auktionen – ist auch das Auktionshaus anmeldepflichtig.
5.4. Gemäß § 86 Absatz (1) des Gesetzes LXIV/2001 über den Schutz des kulturellen Erbes steht dem ungarischen Staat bei der Eigentumsübertragung von für geschützt erklärten Kulturgütern ein Vorkaufsrecht zu. Der Vertreter der Behörde hat unmittelbar nach dem Zuschlag einer Erklärung ablegen, wenn er sein Vorkaufsrecht ausüben will. Als fristgemäße Erklärung gilt es, wenn der Vertreter der Behörde den Vertreter des Auktionshauses über die Ausübung des Vorkausrechts bis zu Ende der Auktion informmiert.
6. Gesamtkaufpreis
6.1. Der Gemastkaufpreis ist aufgrund der Rechtsnorm der Betrag des Zuschlagspreises, der Auktionsprovision, sowie sonstiger eventuell von den Rechtsnormen vorgeschriebenen Steuern und Abgaben.
6.2. Der Käufer bezahlt dem Auktionshaus den Gesamtkaufpreis oder mindestens 20% des Kaufpreises als Anzahlung nach seiner eigenen Wahl in Bargeld bzw. mit Bankkarte sofort, aber das Auktionshaus akzeptiert bei Gegenständen, die nicht als Edelmetall gelten, die Bargeldzahlung nur bis zu einer Höhe von 2.499.999 HUF pro Auktionslos. Das Auktionshus kann auf Forderung einer Anzahlung verzichten. Der Käufer ist verpflichtet, den Kaufpreisanteil über der Anzahlung bzw. ggf. den Kaufpreis innerhalb von 3 Werktagen ab dem Datum der Auktion zu bezahlen. Bei fristgemäßer Zahlung wird der Betrag der Anzahlung auf den Kaufpreis aufgerechnet. Wenn der Käufer die Unterzeichnung des „Zuschlagsbeleges” oder die Zahlung der Anzahlung verweigert oder den Kaufpreis bis zur angegebenen Frist nicht restlos bezahlt, ist das Auktionshaus berechtigt, vom Verkauf zurückzutreten. Beim Rücktritt steht dem Käufer die von ihm bezahlte Anzahlung nicht mehr zu. Falls das Auktionshaus vom Verkauf nicht zurücktritt, ist es berechtigt, Verzugszinsen nach dem ungarischen BGB zu verlangen.
6.3. Bei einer erfolgreichen Auktion steht dem Auktionshaus eine Auktionsprovosion zu, deren Höhe 20% des Zuschlagspreises beträgt.
6.4. In manchen gesetzlich bestimmten Fällen kann der Käufer gleichzeitig zur Bezahlung des Kaufspreises auch mit anderen Zahlungsverpflichtungen belastet werden.
6.5. Diesbezüglich sind die beim Abschluss des Kaufvertrages geltenden Rechtsnormen maßgebend.
7. Übergabe des Auktionsloses
7.1. Falls der Käufer den gesamten Kaufpreis restlos bezahlte, kann er das Auktionslos am Ort der Auktion oder ab dem Folgetag nach der Auktion am dafür bestimmtem Standort des Auktionshauses übernehmen.
7.2. Der Käufer ist verpflichtet, für die Abholung des gekauften Kunstgegenstandes innerhalb von 3 Werktagen ab dem Datum der Auktion gleichzeitig zum Begleichen des Kaufpreises auf eigenen Kosten und auf eigene Gefahr zu sorgen. Das Auktionshaus ist nicht verpflichtet, den Kunstgegenstand mit Sicherheitsverpackung zu versehen bzw. es erfüllt den Wunsch nach einer speziellen Verpackung auf Kosten des Käufers. Bei der Unterlassung der Abholpflicht haftet das Auktionshaus nicht für die Verletzung oder den Verlust des Kunstgegenstandes und verrechnet 0,2% des Kaufpreises pro Tag zu Lasten des Käufer sab dem dritten Tag nach der Auktion als Aufbewahrungsgebühr.
Die Aufbewahrungsgebühr ist mit der Inbesitzgabe des Kunstgegenstandes fällig.
7.3. Wenn der Käufer den Kunstgegenstand trotz der Aufforderung nicht abholt, kann das Auktionshaus in diesem Fall nach 6 Monaten vom Kaufvertrag – beim Behalten der Anzahlung – zurücktreten und die Ersetzung seiner Schäden (einschließlich insbesondere der Auktionsprovision und seiner Kosten) verlangen. Das Auktionshaus verwaltet den Betrag des bezahlten Kaufpreises über den Wert der Anzahlung und den Entschädigungsbetrag hinaus zugunsten des Käufers bis zum Ablauf der Verjährungszeit als zinsfreies Deposit und zahlt diesen Betrag nach dem schriftlichen Antrag des Käufers aus.
8. Bestimmungen der Rechtsnormen gegen Geldwäsche
8.1. Entsprechend der Bestimmungen des Gesetzes Nr. LIII/2017 über die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (im Witeren: GwG) ist das Auktionshaus bei der Bargeldzahlung eines Auktionsloses, das als Edelmetall gilt, den folgenden Verpflichtungen nachzukommen:
8.2. Erreicht der Wert des in bar zu zahlenden Betrags (einschließlich der Mehrwertsteuer und der Provision) 300.000 Forint, aber nicht über 3.600.000 Forint liegt, erfasst das Auktionshaus die im GwG festgelegten Daten des Käufers.
8.3. Erreicht der Wert des in bar zu zahlenden Betrags 3.600.000 Forint (ob bei einem Geschäfte also einem Zuschlag oder bei der Zusammenfassung von mehreren Geschäften gem. Ziff. 8.2. im betroffenen Kalendarjahr), ist das Auktionshaus gemäß GwG verpflichtet, eine Sorgfaltsprüfung gegenüber den Käufer durchzuführenn, wobei das Kopieren von Urkunden und die Ausfüllung von Formularen benötigt werden.
8.4. Bei der Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten kann das Geschäft nicht in Erfüllung gehen, der Kaufvertrag kommt nicht zustande und die Auktion des betroffenen Auktionsloses kann erneut gestartet werden.
Um unserer gesetzlichen Pflicht nachzukommen, bitten wir die Auktionsteilnehmer höflichst um Kooperation, Geduld und Verständnis.
9. Abwesende Auktionskäufer
9.1. Wenn der Auktionskäufer an der Auktion persönlich nicht teilnehmen will, gibt das Aukti-onshaus aufgrund des vom Auktionskäufer erteilten Kaufauftrages im Namen des abwesenden Auktionskäufers (Auftraggeber) die Kaufangebote a, wenn der abwesende Auktionsteilnehmer ein unterschriebenes Exemplar des Auftragvertrags am Tag der Auktion bis 14 Uhr ans Auktionshaus zukommen lässt. Der abwesende Auktionskäufer ist zur Bezahlung des im Auftragsvertrag fürs Kaufangebot bestimmten Vorschusses verpflichtet. Das Auktionshaus kann auf die Forderung der Anbezahlung verzichten.
9.2. Wenn der Kaufauftrag erfolgreich ist, (bezüglich des Auktionsloses kommt der Kaufvertrag mit dem abwesenden Auktionskäufer als mit Käufer zustande), gilt der Betrag des Vorschusses, aber höchstens 20% des Kaufpreises als Anzahlung und wird bei der Erfüllung des Kaufvertrages auf den Kaufpreis angerechnet. Ansonsten sind bezüglich des abwesenden Auktionskäufers die Regeln, die sich auf den persönlich anwesenden Käufer beziehen, (Anga-be, Zahlungsfrist des Kaufpreises, Übergabe des Auktionslos usw.) anzuwenden, mit der Bedingung, dass der Abschluss des eventuellen schriftlichen Vertrages (Punkt 5.2) gleichzeitig zur Begleichung des Gesantkaufpreises innerhalb von 3 Werktagen erfolgt.
9.3. Falls eine dritte Person einen Auftrag mit einem höheren Betrag bezüglich desselben Auktionsloses gibt oder die Auktionskäufer ein höheres Kaufangebot abgeben, bekommt der abwesende Auktionskäufer nach der Auktion den Vorschuss ohne jeglichen Abzug zurück.
9.4. Wenn aus ein Autionslos eine dritte Person ein Gebot mit demselben Betrag abgbt, vertritt das Auktionshaus das früher abgegebene Gebot.
9.5. Das Auktionshaus ermöglicht auch die telefonische Lizitation. Mit der telefonischen Lizitation kann man sich spätestens bis 14 Uhr am Tag der Auktion melden. Die Bedingung für die Akzeptierung der Anmeldung ist die Erfüllung der Bezahlung des Vorschusses gemäß Punkt 9.1.
9.6. Das Auktionshaus übernimmt im Zusammenhang mit der Erfüllung des Kaufauftrages bzw. der telefonischen Lizitation keine Haftung.
10. Haftungsübernahme
10.1. Der Kaufpreis entsteht aufgrund der öffentlichen Kaufangebote des Auktionskäufers, deshalb ist das Auktionshaus für den Kaufpreis des Auktionsloses nicht verantwortlich. Das Auktionshaus übernimmt keine Verpflichtung diesbezüglich, denselben AuktionsLos mit dem gleichen Preis später zur Auktion zu bringen.
10.2. Der Auktionskäufer ist verpflichtet, sich vor der Auktion über den Zustand des Auktionsloses und darüber zu überzeugen, dass dieser Zustand mit dem Inhalt des Katalogs im Einklang ist. Diesbezüglich bzw. bezüglich der Eigenarten der zur Verwertung angebotenen Auktionslose (gebrauchte Art, Alter usw.) übernimmt das Auktionshaus für die Fehler und Mängel der Auktionslose keine Haftung, die Auktionskäufer dürfen wegen der Fehler der Auktions-lose keinen Anspruch auf Mängelhaftung nach der Auktion gegenüber dem Auktionshaus geltend machen.
10.3. Das Auktionshaus übernimmt Haftung bezüglich der Echtheit der bei der Auktion verwerteten Kunstgegenstände. Der Käufer ist verpflichtet, sich innerhalb von 30 Tagen der Kenntnisnahme des ersten begründeten Zweifels im Zusammenhang mit der Echtheit des gekauften Kunstgegenstandes, aber spätestens innerhalb von einer 3-jährigen, mit Rechtsverlust verbundenen Frist nach dem Tag der Auktion – auch angesichts der Sache, dass der Käufer während dieser Zeit auch die Prüfung der Echtheit des Kunstgegenstandes durchführen oder durchführen lassen kann – schriftlich ans Auktionshaus mit der Angabe des Auktionsdatums und die im Katalog angegebene Losnummer des Gegenstandes sowie der Gründe, aufgrund denen er die Echtheit des Kunstgegenstandes bezweifelt, zu wenden.
Falls zwei Gutachter, die vom Auktionshaus und Käufer gegenseitig akzeptiert werden und auf dem Fachgebiet anerkannt sind, in ihren begründeten Stellungnahmen übereinstimmend behaupten, dass der Kunstgegenstand nicht echt ist, verpflichtet sich das Auktionshaus – im Bezug auf die Herstellung des ursprünglichen Zustandes –, dem Käufer den Kaufpreis des Kunstgegenstandes gegen die lastenfreie Rückgabe des Eigentumsrechtes des Kunstgegenstandes zurückzuzahlen bzw. das lastenfreie Eigentumsrecht auf das Auktionshaus zu übertragen. Falls sich Schäden, Verletzungen usw. am zurückgegebenen Kunstgegenstand zeigen, ist das Auktionshaus berechtigt, den von ihm dafür bestimmten Betrag auf den zurückzuzahlenden Kaufpreis anrechnen. Falls Dritte Ansprüche gegenüber dem Kunstgegenstand und/ oder diesbezüglich dem Eigentümer, Inhaber des Kunstgegenstandes aus irgendeinem Grund stellen, ist das Auktionshaus berechtigt, bis zur Klärung des Anspruches das Verfahren im Zusammenhang mit der Herstellung des ursprünglichen Zustandes aufzuheben.
Der Käufer ist verpflichtet, die begründeten Kosten des Gutachterverfahrens im Zusammenhang mit der Echtheit und /oder dem Ausmaß der Beschädigung und des Wertverlustes vorzuschießen sowie zu tragen, es sei denn, wenn die Standpunkte der Gutachter den Kunstgegenstand für eine Fälschung halten. Falls der Käufer bei einem Kunstgegenstand ausländischer Herkunft einen ausländischen Gutachter (Institut) in Anspruch nehmen will, entscheiden sich die Vertragspartner über die Person des Gutachters gemeinsam. Der Käufer ist verpflichtet, die im Ausland und/oder vom ausländischen Gutachter im Inland zu überprüfenden Untersuchungen die voraussichtlichen Kosten vorzuschießen und bei der Feststellung der Echtheit des Gegenstandes auch zu tragen. Dieselbe Bestimmung ist auch für das Vorschießen und Tragen der Beglaubigungskosten von ausländischen Dokumenten (Gutachten) richtweisend. Das Auktionshaus informiert den Käufer über die möglichen Kosten ohne Pflichtübernahme. Das Vorschießen und Tragen der Kosten erfolgen in der Währung der Kosten. Das Auktionslos darf aus dem Grund, dass er restauriert wurde, nicht als gefälscht bezeichnet werden.
10.4. Der Käufer kann vom Auktionshaus nicht verlangen, dass es die Kunstgegenstände zurücknimmt, von denen es sich herausstellt, dass sie Fälschungen sind, falls
 die Beschreibung des Katalogs zum Zeitpunkt der Auktion mit de allgemein akzeptierten Standpunkt der Gutachter im Einklang stand oder der Katalog die Unterschiede der Standpunkte der Gutachter angab,
 die zur Bestimmung der Echtheit des Kunstgegenstandes dienende einzige Methode zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Katalogs nicht allgemein akzeptiert war bzw. eine solche Methode nicht bekannt war oder die Durchführung der Untersuchung die Verletzung des Kunstgegenstandes verursacht hätte bzw. die Kosten der Prüfung den vom Auktionshaus geschätzten Wert des Kunstgegenstandes erreicht oder übertreten hätten.
11. Datenschutz
11.1. Die personenbezogenen Angaben der Auktionskäufer (Name und Anschrift) macht das Auktionshaus für Dritte nicht zugänglich und darf diese nicht veröffentlichen. Das Auktionshaus löscht die erfassten persenenbezogenen Angaben unverzüglich nach der Auktion aus dem Register, ausgenommen die Angaben des Käufers des jeweiligen Auktionsgegenstandes, falls diese zur Erfüllung des Vertrages nötig sind bzw. wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist.
12. Sonstige Bestimmungen
12.1. Für die in den Auktionsbedingungen nicht geregelten Fragen sind die ungarischen Rechtsnormen richtweisend. Falls eine Bestimmung der Auktionsbedingungen infolge der Veränderung einer Rechtsnorm ungültig oder unwirksam wird, so tritt anstelle der betroffenen Bestimmung automatisch die neue Bestimmung. Bei Rechtsstreitigkeiten vereinbaren die Vertragspartner die ungarische Gerichtsbarkeit. Die betroffenen Vertragspartner akzeptieren, dass die Auktionsbedingungen auch ohne die separat abgegebene Erklärung von einer der Vertragsparteien den wesentlichen Inhalt des Kaufvertrages bilden.
13. Information für ausländische Käufer
13.1. Über die Ausführung kultureller Güter ins Ausland verfügt das Gesetz Nr. LXIV/2001. Die kulturellen Güter dürfen nur mit der Genehmigung des Amtes für Schutz des Kulturerbes aus dem Land ausgeführt werden. Bei Bedarf gibt das Auktionshaus Informationen dazu, welche Firma bei der Ausführung von Kunstgegenständen ins Ausland (Genehmigung, Verpackung, Zollabfertigung, Lieferung) Hilfe leisten kann.